Wie läuft eine Ausbildung ab?

 

Die Sportpilotenausbildung gliedert sich in einen theoretischen Ausbildungsbereich mit Prüfung, sowie den praktischen Teil. Vorgeschrieben sind hierbei mindestens 30 Flugstunden welche sowohl mit Fluglehrer als auch im Soloflug absolviert werden. Am Ende der praktischen Ausbildung steht ein Flug mit einem Prüfer.

 

Theorie

 

Der Theorieunterricht behandelt die Fächer:

Technik und Aerodynamik
Navigation
Luftrecht
Meteorologie
Verhalten in besonderen Fällen
Menschliches Leistungsvermögen
Pyrotechnik
Flugfunk

 

Zur Prüfung werden dann zu jedem Fach jeweils 20 - 40 Fragen gestellt, welche im multiple-choice Verfahren beantwortet werden, zur Navigation ist zusätzlich zu allgemeinen Fragen eine navigatorische Beispielstrecke vorzubereiten.

 

Praxis

 

Mindestens 30 absolvierte Flugstunden schreibt der Gesetzgeber für einen Flugschüler vor, bevor dieser für die Prüfung zugelassen wird. Wie auch im theoretischen Teil gibt es dabei genaue Vorgaben, welche Inhalte dem Schüler vermittelt werden müssen. Man kann dabei drei Ausbildungsabschnitte unterscheiden:

 

1. Abschnitt „Flugausbildung bis zum ersten Alleinflug“

 

Dem Flugschüler werden hierbei alle für den Betrieb eines Flugzeuges nötigen Grundlagen vermittelt, von der Vorflugkontrolle bis zum Anlassen des Triebwerkes, das Ablesen der Instrumente ebenso wie das Rollen auf dem Fluggelände. In der Luft geht es dann um die Steuerung des Flugzeuges. Steig- Horizontal- und Sinkflüge, Kurvenflüge mit verschiedenen Schräglagen, Fliegen mit unterschiedlichen Triebwerksleistungen usw. Das sichere Beherrschen dieser fliegerischen Grundfertigkeiten ist Voraussetzung für die nun folgenden „Platzrunden“, kurze Flüge um den Flugplatz, bei denen vor allem zwei Dinge trainiert werden – der Start und die Landung. Für diesen Ausbildungsabschnitt werden ungefähr 10 - 15 Flugstunden benötigt, aufgeteilt auf rund 80 - 100 Flüge. Nach positiver Beurteilung der Fluglehrer und des Ausbildungsleiters schließt der Erste Alleinflug des Flugschülers diesen Abschnitt ab.

 

2. Abschnitt „Flugausbildung bis zum Überlandflug“

 

Nachdem der Schüler erste Erfahrungen im Alleinflug gesammelt hat, und die Standard-Verfahren für Start, Landung und Platzrunde „sitzen“, werden nun anspruchsvollere Methoden trainiert. Ziellandungen aus verschiedenen Höhen, Landungen mit und ohne Motorhilfe, Außenlandeübungen. Darüber hinaus wird der Heimatflugplatz verlassen und andere Flugplätze angeflogen. Bei diesen Flügen werden die Navigation und Orientierung in unbekanntem Gelände vermittelt. Ziel des zweiten Ausbildungsabschnittes ist ein Erster Überlandflug im Alleinflug.

 

3. Abschnitt „Übungen bis zur Prüfungsreife“

 

In diesem letzten Abschnitt, der ungefähr die letzten fünf Flugstunden vor der Prüfung umfasst, werden alle bisher gelernten fliegerischen Fertigkeiten noch einmal trainiert. Dabei ist entscheidend, das Gelernte den unterschiedlichen Bedingungen (Wind, Thermik, Sicht) anzupassen und das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu vertiefen.